WICHTIG: Update studentische Beschäftigung // Umgang mit neuen Regelungen

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

wie ihr sicherlich als persönlich Betroffene oder über mehrere Ecken mitbekommen habt, sind – angestoßen von Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen – zum 01.05.17 neue Regelungen zu den Modalitäten studentischer Beschäftigung an Charité und CHS von der Kaufmännischen Leitung der Fakultät erlassen worden. Die neuen Regelungen – hier findet ihr sie nochmal – sind leider ziemlich realitätsfern und würden bei längerer Anwendung zum Zusammenbruch sämtlicher Peer-Teaching-Formate (Präpkurs, CCO-Praktika, Lernzentrum etc.), wie wir sie kennen, führen. So weit, so bekannt, wir möchten euch im ersten Teil dieser Mail auf den aktuellen Stand der diesbezüglichen Verhandlungen an der Fakultät und unserer weiteren Vorhaben bringen, im zweiten Teil möchten wir euch ein paar Tipps geben, wie ihr aus der aktuellen Situation das Beste rausholen könnt.

1. Update zur Angelegenheit

Nach langen, nicht wirklich produktiven Gesprächen mit Vertreter_innen der Fakultätsleitung und regem Austausch mit Vertretern verschiedener Bereiche der Fakultät haben wir am Montag im Fakultätsrat, dem höchsten Gremium der Fakultät, einen Antrag zum Thema gestellt. Dieser sah vor, dass:

  1. die Regelungen nochmal komplett neu mit Vertretern aller Betroffenen Gruppen und unter neutraler Moderation ausgehandelt werden und
  2. die Änderungen vom 01.05. zurückgenommen werden.

Ersteres haben wir erreicht, letzteres leider nur teilweise: Die Kaufmännische Leitung hat uns zugesagt, die (neuen) 41h-Verträge könnten wieder als 40h-Verträge angeboten werden, wenn wir das so wollen (dazu unten mehr). Auf anderen Gebieten versteckt man sich hinter ziemlich engstirnigen (und aus unserer Sicht falschen) Auslegungen von Gesetzes- und Tarifvertragstexten. Wir haben also nicht alle neuen Regelungen außer Kraft setzen können, denn das Argument „Alles andere wäre Rechtsbruch“ hindert, unabhängig von seinem objektiven Wahrheitsgehalt, die Mitglieder des Fakultätsrats gerne mal daran, so abzustimmen, wie sie es eigentlich für richtig halten. Wir arbeiten momentan daran, ein unabhängiges Rechtsgutachten in Auftrag zu geben, mit dem wir besser differenzieren können, was tatsächlich der rechtliche Rahmen vorgibt und was anderen Interessen der Kaufmännischen Leitung entspringt.

Bis wir (hoffentlich mit guter juristischer Argumentationsbasis) in der neuen Runde sinnvollere Regelungen ausgearbeitet haben, wird es zumindest für aktuell Beschäftigte eine Übergangslösung geben, die vorsieht, dass ihre Arbeitsverträge vorerst mit der gleichen Stundenzahl an CHS oder, wenn nötig, Charité verlängert werden. Davon abgesehen sieht es danach aus, dass für das kommende Semester Ausnahmeregelungen für einzelne Bereiche der Fakultät getroffen werden.

2. Umgang mit den neuen Regelungen

Was bedeutet das jetzt in der Praxis? Bis bessere Regelungen stehen, müssen wir wohl mit den jetzigen Umständen leben und alle Schlupflöcher nutzen, die sich uns bieten. Davon gibt es mehrere:

  1. Die 41h-Verträge sollen wieder zurückgenommen werden. Sollte euch also einer vorgesetzt werden, meldet uns das bitte und erwidert etwa, dass die Kaufmännische Leitung der Fakultät im Fakultätsrat zugesichert hat, die 41h-Verträge wieder als 40h-Verträge anzubieten. Dasselbe gilt für alle, die zum 1. Juli gegen ihren Willen einen 41h-Vertrag vorgesetzt bekommen haben.
  2. Der Dekan hat, wie beschrieben, zugesichert, dass bestehende Arbeitsverhältnisse vorerst mit der gleichen monatlichen Arbeitszeit fortgeführt werden können. Sollte euch hier ein anderer Vertrag vorgesetzt werden, meldet auch bitte das bei uns und verweist gegenüber Arbeitgeber und Charité auf die (mehrmals im Fakultätsrat bekräftigte) Zusage des Dekans.
  3. Neue Angestellte, für die die Übergangsregelung aus 2) nicht gilt, und die an der Charité (nicht an der CHS!) einen Vertrag mit 40h vorgesetzt bekommen (weniger soll ja an der Charité nicht möglich sein), aber gar nicht so viel arbeiten wollen, können – am besten natürlich nach Absprache mit dem Fachvorgesetzten, wenn die Stelle tatsächlich auf weniger ausgelegt war – einen Antrag bei der Charité stellen, die Stundenzahl auf ein sinnvolles Maß zu kürzen. Grundlage dafür ist eine Protokollnotiz zu §7 Abs. 1 Satz drei TV Stud II, dem studentischen Tarifvertrag, den die Fakultätsleitung als Vorlage für Verträge an der Charité selbst nimmt. Auf diese Protokollnotiz solltet ihr euch berufen, den genauen Text findet ihr hier zum Nachlesen.WICHTIG: Update studentische Beschäftigung // Umgang mit neuen Regelungen

Bitte macht die genannten Neuigkeiten und Tipps möglichst breit an eurem Arbeitsplatz, vor allem unter den anderen studentischen Beschäftigten publik, denn wir können sicher nicht alle mit diesem Schreiben erreichen.

Für Rückfragen und die Meldung von Fällen, die den oben genannen Vereinbarungen mit der Fakultätsleitung zuwiderlaufen, stehen wir zur Verfügung per Mail an sprecher@fsi-charite.de. Bitte gebt nach Möglichkeit eine Telefonnummer an, unter der wir euch erreichen können – die Sachverhalte sind etwas zu komplex für lange Mails, wie ihr nach dem Lesen dieses Textes sicher bestätigen könnt…

 

Schöne Grüße,

Eure FSI

 

Aufstehen für die Pflege und die CFM-Beschäftigten – Workshop für studentische Solidaritätsarbeit

Liebe Studis der Charité,

Vor zwei Jahren hat das Pflegepersonal der Charité für mehr Personal gestreikt. Jetzt müssen sie vielleicht bald wieder streiken, weil die Charité ihnen keine wirkliche Entlastung zugesteht. Die Mitarbeiter*innen bei der CFM streiken bereits gegen Lohndumping. Willst du die Streiks unterstützen und fragst dich, wie das als Studi gehen soll?

Die AG Kritische Mediziner*innen veranstaltet am Montag, den 26.06.2017, um 18h einen Workshop über Streik-Solidaritätsarbeit für Studis. Im ersten Teil werden wir besprechen, warum gestreikt wird und inwiefern dieser Streik uns als zukünftige Ärzt*innen betrifft, im zweiten werden wir gemeinsam überlegen, wie wir die Streikenden aktiv unterstützen können. Auch Studis aus anderen Bereichen sind herzlich willkommen!

Gäste: Grit Wolf (Gesundheits- und Krankenpflegerin, Tarifkommission Charité), Johanna Henatsch (Ärztin bei Vivantes), Jan Latza (Bündnis „Krankenhaus statt Fabrik“) und Daniel Turek (Charité Facility Management, ver.di Tarifkommission).

Also kommt rum am 26.06.2017 um 18h (bis ca. 20.30), CCM – Virchowweg 24, Seminarraum 03.006 Aufgang B.

Wir freuen uns auf euch!

Sofia von der AG Kritische Mediziner*innen

Großes Olm-Update!

Hey ihr Lieben,

passend zum Wochenende bekommt das Olmen ein neues Update! Mit einem Redesign und verbessertem Code (dank eures Feedbacks) könnt ihr euch komfortabel in die Prüfungsvorbereitung stürzen!

Wie komm ich ins Olm?

Einfach www.olmen.de aufrufen!

Wie melde ich mich an?

Falls du einen aktiven Account im alten Olmen hattest:

  1. Bitte folgende Sachen eingeben: Username: (Charite-Email-Adresse), Password: „neuesolmen“ (ohne Anführungszeichen!)
  2. Danach kannst du dir einen neuen Benutzernamen anlegen, und (ganz wichtig) dein Passwort ändern!
  3. Mit deinem neuen Benutzernamen und Passwort einloggen!

Falls du keinen Account hattest oder über 1,5 Jahre lang inaktiv warst, musst du zunächst eine Einladung erhalten! Den erhältst du von Kommilitonen mit einem Account, die dich ins Olmen einladen können.

MC-Tests? Was das?

Ihr könnt ab sofort selbst einstellen, wie viele Fragen aus welchen (und wie vielen) Modulen ihr bearbeiten wollt. Einfach auf der Startseite auf „Neue Session“ klicken und schon könnt ihr eine individuelle Lernsitzung starten!

Was gibt’s noch zu wissen?

  • Die meisten Features aus dem Olm2.0 wurden mit übernommen: Fragen können bewertet, bearbeitet und sogar von euch gelöscht (z.B. bei Duplikaten) werden!
  • Neue Module und Protokolle aus dem smpp können jederzeit von uns geaddet werden!
  • Der Code ist Open Source! Jeder kann ihn mitgestalten!
  • Und und und!

Ich find das Olm echt toll und will mitmachen!

Wir suchen noch Personen mit Freude und etwas Erfahrung im Programmieren, die Interesse daran haben, das Olmen mit uns weiterzugestalten. Über Anfragen freuen wir uns immer!

Bei Fragen (oder einfach nur Interesse) bitte wendet euch an:

admin@olmen.de

 

Liebe Grüße und fleißiges Lernen,

eure AG Olm

Charité Chor Berlin – Begegnungskonzert am 17.06.

Liebe Freunde der Chormusik,

wir – der Charité Chor Berlin – möchten ganz herzlich zu unserem Begegnungskonzert mit dem Chor Nota Bene aus Graz einladen. Unser Programm „Von nah und fern“ besteht aus Werken von Brahms, Mendelssohn, Sibelius und vielen anderen Komponisten. Es enthält sowohl Einzelbeiträge der beiden Chöre als auch gemeinsam gesungene Stücke.
Samstag, 17. Juni, 20 Uhr
Heilandskirche
Thusnelda-Allee 1, 10555 Berlin
U Turmstraße
Eintritt frei!

Wir würden uns freuen, Euch zahlreich begrüßen zu dürfen!
Bis dahin!

Viele Grüße vom
Charité Chor Berlin

FSI-Schnuppertreffen

Ihr wollt wissen, was die Fachschaft, also die oberste organisatorische Instanz auf Studentenseite, eigentlich so genau macht?

Diesen Freitag (28.04.) ab 18Uhr laden wir wieder zum allsemesterlichen FSI Schnuppertreffen mit gratis Waffeln, Bier und Glühwein im Hexenhaus ein.

Wir freuen uns über jede*n, die/der Bock hat, uns näher kennen zu lernen – egal ob neu oder auch schon länger an der Charité!

Also kommt vorbei, erfahrt mehr über die studentische Vertretung an eurer Universität und startet beim entspannten Vortrinken mit uns und guter Musik ins Wochenende!

Bis Freitag,
Eure FSI

Netzwerk „not alone“

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2015 sind über 1.500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Berlin gekommen. Damit sind es über 5.000, die in Berlin nach dem Kinder- und Jugendgesetz von verschiedenen Trägern versorgt werden. Wir dürfen und wollen die zugewanderten Heranwachsenden nicht allein lassen und wollen ihnen größere Chancen der Beteiligung – auch und gerade nach ihrem 18. Lebensjahr – bieten, mit sportlichen, musischen, berufsorientierenden Angeboten. Das Kernstück von not alone ist die Vermittlung von und 1:1–Begleitung zu den Leistungsangeboten durch uns Medizinstudierende, die den vorwiegend 15 bis 18-jährigen Flüchtlingen als Lotsen zur Seite gestellt werden. Ob beim deutschen Bürokratiedschungel, Erstellen eines Lebenslaufs oder einfach ein bisschen quatschen und Kaffeetrinken, deine Hilfe ist gefragt!

Du hast Lust mitzumachen? Dann melde dich bei uns unter fluechtlingsbegleiter@fsi–charite.de.

Neben dem Lotsen-Projekt sind noch viele andere Partner bei not alone mit dabei. Wir sind ein Netzwerk bestehender Einrichtungen in Berlin, die sich mit Engagement, Professionalität und ehrenamtlicher Arbeit in die Flüchtlingshilfe einbringen wollen. Wir arbeiten eng mit der Senatsverwaltung für Bildung und Jugend zusammen.
Nähere Infos findest du unter http://www.notalone.berlin/

SS17: Erstsemestertreffen Studierende mit Kind

Die AG ProMediKids veranstaltet am 25. März 2017 ihr Erstsemestertreffen für Studierende mit Kind/ern. Behandelt werden u.a. Fragen rund ums Studium mit Kind und entsprechende Härtefallanträge. Kinder sind auch herzlich willkommen!

Generelle Infos für Erstsemester-Studenten mit Kind findet ihr auf der Seite „Infos für Erstis“

Weitere Infos zur AG ProMediKids findet ihr hier

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CoffeeInn sucht Öffner

Unser Studentencafé im Hexenhaus sucht neue Öffner. Vielleicht findet sich ja in deinem Studenplan einmal in der Woche eine zweistündige Lücke. Man lernt viele neue Leute kennen, kann sich austauschen und kocht nebenbei etwas Kaffee. Und als Wächter über das Koffein erlangt man auf einem Campus ungeahnte Macht 😉

Bei Interesse schreibt an coffeeinn@fsi-charite.de

Pneumologisches Fachseminar

Herr Dr. med. Schönfeld, Abteilungsleitung der Pneumologie an der Lungenklinik Heckeshorn, wird ein Fachseminar über Tabak-assoziierte Lungenkrankheiten für die AG Tabakprävention durchführen. Falls Du Dich für die Pneumologie interessierst bzw. Dein Wissen in diesem Fachbereich auffrischen möchtest, bist du herzlich eingeladen, einen Termin über das nachfolgende Doodle zu wählen: http://doodle.com/2apdtph4axudcfvm

Fragen: T. Thevathasan, AG-Tabakpraevention@charite.de

Hochschulmedizin und Grundgesetz

Wieviel Mitspracherecht hat die Fakultät im Universitätsklinikum?
2007 klagte ein Professor der Medizinischen Hochschule Hannover gegen die dort geltende gesetzliche Regelung der Kompetenzen zwischen Senat (Gremium der Fakultät, vergleichbar mit dem Charité Fakultätsrat) und dem Vorstand des Universitätsklinikums (an der Charité bestehend aus dem Dekan der Fakultät, dem Klinikdirektor, dem Vorstandsvorsitzenden und einem kooptierten Ärztlichen Direktor).
Dem Professor nach hatte die Fakultät nicht ausreichend Möglichkeit bei Entscheidungen des Vorstandes, z.B. über die Strukturierung der Klinik, mitzureden.
Ende Juli 2014 urteilte das Bundesverfassungsgericht (BverfG) zugunsten des Klägers. Auch Entscheidungen über den Haushalt und die Organisation des Klinikums betreffen die Forschung und Lehre der Mitglieder der Fakultät und fallen daher unter den Schutz des Grundrechts aus Artikel 5 Absatz III des Grundgesetzes („Freiheit von Forschung und Lehre“). Diese Freiheit der Forschung schlägt sich im Mitbestimmungsrecht der Forschenden an der Universität und auch im Universitätsklinikum nieder.

Das BVerfG erlegte den Bundesländern (insbesondere natürlich Niedersachsen) nun die Auflage, ihre Universitätsmedizingesetze entsprechend anzupassen. Das BverfG schlägt vor, der Fakultät (bzw. dem Dekan im Vorstand) entweder ein Vetorecht bei Entscheidungen zu geben, die Lehre oder Forschung betreffen, oder die Fakultät solle mehr Mitsprache bei der Berufung und Abberufung der Vorstandsmitglieder haben. In Berlin zum Beispiel wählt der Fakultätsrat den Dekan als Vorstandsmitglied und die Klinikdirektoren wählen den Ärztlichen Direktor; ein Einfluss auf die Berufung des Vorstandsvorsitzenden und des Klinikdirektors bestehen nicht. Diese Posten werden durch den Aufsichtsrat der Charité besetzt, dem unter anderem Mitglieder des Berliner Senats angehören, aber auch gewählte Vertreter der hauptamtlich Beschäftigen an der Charité.

Änderungen des UniMedG in Berlin notwendig?
Fraglich ist nun, ob sich auch im Land Berlin etwas ändern wird. Unabhängig von dem Urteil kam die Diskussion zur Neuordnung des Vorstandes bereits unter der ehemaligen Dekanin Grüters-Kieslich auf. Ein Zusammenschluss von der Klinikdirektoren der Charité (der sog. „Klinikrat der Charité“) forderte in einem offenen Brief an die Senatsverwaltung Berlins eine entsprechende Neuregelung bis zum 31.12.2015; eine Frist, die im Urteil des BVerfGs für Niedersachsen festgesetzt wurde. Aufsehen erregte dieses Schreiben auch deswegen, weil der Klinikrat der Charité es abschickte ohne Absprache mit dem Vorstand oder dem Fakultätsrat gehalten zu haben, was zu Auseinandersetzungen im Fakultätsrat im März geführt hatte. Die Kliniker verteidigten ihre „Voreiligkeit“ damit, dass Zeitnot bestehe: Die Neuregelung der Gesetze müsste vor der Sommerpause des Berliner Abgeordnetenhauses auf den Weg gebracht werden, denn nach der Sommerpause beginne die Wahlkampfsphase, in der nur noch wenig produktive Gesetzgebung zu erwarten sei.

Die Entwicklungen bleiben spannend, denn mehr Mitsprache der Fakultät würde auch mehr Einflussmöglichkeiten durch Studierende bedeuten. Das Thema wird weiterhin den Fakultätsrat und das Faculty Board beschäftigen.
Fragen und Anmerkungen hierzu gerne an: malte.schmieding[ät]charite.de