Universities Allied for Essential Medicines

Wo hört das Medizinstudium auf? Nach Lernzielen und POL? Universities Allied for Essential Medicines (UAEM) lässt dich über den Tellerrand blicken und möchte mit dir zusammen die Welt ein Stückchen gerechter gestalten.

Konkret geht es uns darum, lebenswichtige biomedizinische Innovationen, das heißt z.B. Medikamente, Impfstoffe, Diagnostik- und Therapieverfahren, für jeden Menschen in jedem Land zugänglich zu machen. Jährlich sterben weltweit 10 Millionen Menschen an Krankheiten, die heilbar sind. Das liegt entweder daran, dass sie sich existierende Medikamente nicht leisten können oder daran, dass es für die betreffende Krankheit keine gibt – weltweit werden nur 2% der Forschungsgelder für die Bekämpfung der Erkrankungen investiert, die 20% der globalen Krankheitslast ausmachen. Geforscht wird überwiegend in Bereichen, wo hohe Gewinne zu erwarten sind. Das wollen wir als motivierte Studenten verschiedener Fachrichtungen ändern und zwar an dem Ort, an dem Forschung an neuen Medikamenten stattfindet: an unserer Universität.

Gemeinsam mit „Ärzte ohne Grenzen“ und mit der Unterstützung zahlreicher Forscher und Nobelpreisträger setzt sich UAEM weltweit, mittlerweile in über 120 Lokalgruppen in 21 Ländern für einen globalen Zugang zu medizinischer Versorgung und einer am sozialen Nutzen orientierten Forschung ein.

Klingt toll, aber was wir machen wir konkret? Wir stärken das öffentliche Bewusstsein für die Problematik, wir diskutieren mit Forschern und Entscheidungsträgern in Politik und an den Hochschulen über Möglichkeiten und Perspektiven. Außerdem wir setzen uns dafür ein, an unseren Universitäten  gerechtere Lizenzierungsmodelle zu etablieren, die bezahlbare Medikamentenpreise für Menschen in Entwicklungsländern ermöglichen und die Forschung an vernachlässigten Krankheiten zu fördern.

Ein Erfolgserlebnis war z.B. unser erfolgreicher Antrag auf Änderung der Drittmittelsatzung an der Charité, mit der sich die Uniklinik bereit erklärt, künftig auch die Belange bedürftiger Menschen bei der Vermarktung von Patenten zu berücksichtigen.

Nach umfangreicher Lobbyarbeit wurden erste Ansätze der sozial gerechten Lizenzierung auch ins neue EU-Forschungsförderungsprogramm Horizon 2020 integriert.

Gerne erzählen wir euch mehr bei einem unserer nächsten Treffen: Wir treffen uns jeden zweiten Montag im Lernzentrum, Virchowweg 5, und freuen uns sehr, euch dort kennenzulernen!

Für mehr Infos:
www.uaem-germany.de, www.essentialmedicine.org

Lokalkoordinatoren:
Friederike: rike5@yahoo.de
Mathis: mathis.simon89@googlemail.com

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